Bildungsverläufe

BILDUNGSVERLÄUFE

Im ersten Kapitel des Berichtes stehen unterschiedliche Faktoren, die Bildungsverläufe beeinflussen, im Fokus. Die Beiträge thematisieren vor allem Bildungsungleichheiten, die durch soziale Herkunft, Migrationshintergrund und Geschlechterzugehörigkeit bedingt werden, sowie die Versuche dies Unterschiede durch non-formale und tertiäre Bildung aufzufangen.

(Sascha Neumann)

Der Bereich der non-formalen Bildung im Vorschulalter hat im Vergleich zu anderen Segmenten des Bildungssystems in Luxemburg in den vergangenen 15 Jahren vielleicht die größten Veränderungen erfahren. Dieser Trend setzte sich auch seit Erscheinen des letzten Bildungsberichts ungebrochen fort.

  1. Luxemburg auf dem Weg zur non-formalen Bildung
  2. Institutionalisierung der frühen Kindheit im Zeichen der Bildung: Stationen einer Entwicklung
  3. Zukünftige Herausforderungen

(Thomas Lenz, Andreas Heinz)

Im Folgenden werden die wichtigsten Zahlen und Fakten zum luxemburgischen Schulsystem überblicksartig dargestellt und die Entwicklungen innerhalb der letzten Jahre aufgezeigt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des Übergangs von der Grund- zur Sekundarschule. Hierbei zeigen sich teilweise große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, den Nationalitäten und auch zwischen einzelnen Gemeinden in Luxemburg. 

  1. Aufbau des Schulsystems 
  2. Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die verschiedenen Schulformen 
  3. Verteilung der Schülerinnen und Schüler nach Geschlecht 
  4. Verteilung der Schülerinnen und Schüler nach Nationalität und Sprache 
  5. Orientierung 
  6. Orientierung nach Gemeinden 
  7. Abschlüsse

(Claire Muller, Yanica Reichel, Rachel Wollschläger, Philipp Sonnleitner, Romain Martin, Antoine Fischbach)

Der „abwechselnde Gebrauch mehrerer Sprachen ist eine Kunst, die die Luxemburger hervorragend beherrschen“, heißt es auf dem offiziellen Internetportal des Großherzogtums Luxemburg. Fragt man einen Luxemburger nach seiner nationalen Identität, so wird die Bedeutung der sprachlichen Vielfalt tatsächlich ganz oben auf seiner Liste stehen

Die Entwicklung von Deutsch-Leseverstehen und Mathematik in Luxemburg zwischen der 3. und 9. Klasse

(Philipp Sonnleitner, Charlotte Krämer, Sylvie Gamo, Monique Reichert, Claire Muller, Ulrich Keller, Sonja Ugen)

Mit der Erhebung der ÉpStan im Herbst 2016 liegt erstmalig ein Datensatz vor, der einen Einblick in die Entwicklung schulischer Kompetenzen zwischen der 3. Schulstufe (Zyklus 3.1) und der 9. Schulstufe (5e bzw. 9e) erlaubt. Das vorliegende Kapitel gibt nun einen ersten Einblick in die längsschnittliche Kompetenzentwicklung in den Bereichen Deutsch-Leseverstehen und Mathematik. Hierfür werden die Testergebnisse der untersuchten Schülerkohorte aus den ÉpStan 2010 in der 3. Schulstufe (Zyklus 3.1) den Leistungen in der 9. Schulstufe (5e bzw. 9e) im Jahre 2016 gegenübergestellt. 

  1. Einleitung
  2. Die Entwicklung von Deutsch-Leseverstehen
  3. Die Entwicklung mathematischer Kompetenzen
  4. Aus der längsschnittlichen Analyse entfallene Schülerinnen und Schüler
  5. Abschließendes Fazit und Ausblick

(Andreas Hadjar, Antoine Fischbach, Susanne Backes)

Als Fortschreibung des Berichtes von 2015 macht dieser Beitrag Bildungsungleichheiten entlang der großen und am besten untersuchten Achsen sozialer Ungleichheit im luxemburgischen Sekundarschulbereich – soziale Herkunft, Migrationshintergrund und Geschlechtszugehörigkeit – sichtbar. Es wird untersucht, ob, und wenn ja, welche Gruppen im luxemburgischen Bildungssystem benachteiligt sind.

  1. Einleitung 
  2. Bildungsungleichheiten aus theoretischer Perspektive
  3. Empirische Befunde
  4. Fazit und Ausblick

Erste längsschnittliche Befunde aus dem nationalen Bildungsmonitoring

(Danielle Hoffmann, Caroline Hornung, Sylvie Gamo, Pascale Esch, Ulrich Keller, Antoine Fischbach)

Dieses Kapitel stellt die Befunde aus drei Datenerhebungen (2014, 2015, 2016) der ÉpStan im Zyklus 2.1 vor und zeigt welche schulischen Kompetenzen Erstklässler am Anfang ihrer Schullaufbahn aufweisen und wie sich diese über zwei Jahre hinweg entwickeln.

  1. Einleitung
  2. Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Kompetenzränge, basierend auf drei Datenerhebungen (2014–2016) 
  3. Längsschnittliche Befunde der ÉpStan-Erhebungen (Zyklus 2.1 und Zyklus 3.1 im Vergleich)
  4. Diskussion 7

Die Passung zwischen Leistungs- und Anforderungsniveau und deren Relation zum späteren Lernerfolg

(Thomas Hörstermann, Ineke Pit-ten Cate, Sabine Krolak-Schwerdt †)

Aus Übergängen im Bildungssystem ergeben sich bedeutsame Weichenstellungen für den künftigen schulischen und beruflichen Werdegang von Schülerinnen und Schülern. Das mehrgliedrige Sekundarschulsystem Luxemburgs führt dazu, dass insbesondere dem Übergang von der Primar- zur Sekundarschule eine entscheidende Bedeutung zukommt, dessen Auswirkungen selbst im späteren Erwerbsleben nachweisbar bleiben.

  1. Übergänge im Bildungssystem 
  2. Schulleistung und soziale Selektivität 
  3. Zusammenhang zwischen Passung der Übergangsempfehlung und späterem Lernerfolg
  4. Aufgliederung des Einflusses sozialer Variablen in Übergangsempfehlungen
  5. Transfer in die Lehreraus- und -Fortbildung 
  6. Schlussfolgerungen

(Anne Hartung, Louis Chauvel, Eyal Bar-Haim)

Luxemburg ist eines der wenigen Länder in Europa, die durch eine niedrige Arbeitslosigkeit sowie einen sehr hohen Lebensstandard ausgezeichnet sind. Dieser Komfort scheint über das letzte Jahrzehnt hinweg allerdings etwas zu bröckeln. Technologie, Produktion und Wirtschaft erleben eine radikale Umstrukturierung rund um den Globus und die Bildung expandiert – wenn auch in Luxemburg etwas verspätet. Diese Trends werfen die Frage auf, in welchem Maße sich die Erträge von Bildungsinvestitionen verändern.

  1. Luxemburg am Scheideweg? Erträge von Bildungsinvestitionen in Zeiten von Bildungsboom und Entschleunigung des Wirtschaftswachstums 
  2. Bildungsexpansion in Luxemburg: Spät, aber rapide 
  3. Steigende Arbeitslosigkeit in Luxemburg: Bildungsschere, aber nur geringer Vorsprung der Hochschulabsolventen 
  4. Halten Hochschulabschlüsse mit der Wirtschaftsentwicklung mit? 
  5. Bildungsexpansion und Arbeitslosigkeit: Sinkende Einkommenserträge von Bildungsinvestitionen 
  6. Rück- und Ausblick

(Jennifer Dusdal, Justin J. W. Powell)

Dieser Beitrag vergleicht das luxemburgische Hochschul- und Wissenschaftssystem mit drei weiteren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union – Deutschland, Frankreich und Belgien. Gemessen wird der wissenschaftliche Output anhand wissenschaftlicher peer-reviewed Zeitschriftenbeiträge aus dem von Thomson Reuters (jetzt: Clarivate Analytics) bereitgestellten Web of Science Citation Index Expanded (SCIE). 

  1. Internationalisierung wissenschaftlicher Produktivität 
  2. Hochschul- und Wissenschaftssysteme unterscheiden sich in Größe und Umfang 
  3. Luxemburgs Forschungsuniversität als wichtigster Pfeiler wissenschaftlicher Produktivität 
  4. Deutschlands Symbiose starker Forschungsuniversitäten und außeruniversitärer Forschungsinstitute 
  5. Frankreich zwischen außeruniversitärer Spitzenforschung und der Ausbildung französischer Führungseliten 
  6. Belgien: Starke Forschungsuniversitäten in einer Umwelt sozialer und politischer Konfliktlinien 
  7. Die wissenschaftliche Produktivität im Vergleich
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